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ZipporiKurzgeschichte„Zippor“ bedeutet im Hebräischen „Vogel“. Zippori wird im Griechischen „Sepphoris“ genannt und liegt im Herzen Galiläas, auf einem Hügel (285 m.ü.M) und ist ca. 6 Kilometer nordwestlich von Nazareth gelegen.
Ausgrabungen brachten bis jetzt 40 Mosaike zu Tage, einige von ihnen sind bemerkenswert gut erhalten. U.a. die „Mona Lisa“, das „Nil-Mosaik“, der „Centaur“, die „Menorah“, die „Tierkreiszeichen“.
Das „Nil-Mosaik“ Gebäude wurde 1991 durch das Team der Hebräischen Universität freigelegt. In einem Raum wurde ein fast intakter Mosaikboden gefunden, der das Steigen des Nilwassers und verschiedene Jagdszenen darstellt. Eine aussergewöhnliche Kombination. Alle Fussböden des Hauses sind mit Mosaiken bedeckt und stellen keine christlich-jüdischen Symbole dar, sondern sind heidnischen Ursprungs, was die Identität des Eigentümers zu einem Rätsel macht.
Verschiedene Synagogen werden durch antike Quellen erwähnt. 1993 wurde eine von einem Archäologenteam der Hebräischen Universität ausgegraben und zeigt die engste Synagoge, die jemals gefunden wurde und die nicht Richtung Jerusalem liegt, wie sonst üblich. Der Mosaikfussboden in der zentralen Halle stellt in der Mitte einen Tierkreis dar. Das ganze Mosaik enthält mehr als 20 Inschriften in aramäisch und griechisch. Sie stammt aus dem 5. oder frühen 6. Jahrhundert.
Josephus Flavius erwähnte Zippori erstmals als er den erfolglosen Versuch beschrieb, wie Cleopatras Sohn, Ptolemäus Lathyrus die Stadt erobern wollte. Im Jahre 103-70 v. Christus, während der Herrschaftszeit des Hasmonäerkönigs Alexander Jannäus.
1930 begann ein Team der Universität Michigan die Freilegung eines Amphitheaters. Es wurde um die Wende des 1. hin zum 2. Jahrhundert erbaut und bis in die byzantinische Zeit verwendet. Dieses heidnische Symbol mit mehr als 4'500 steinernen Sitzplätzen in einer jüdischen Stadt verursachte den Rabbinern Kummer. Im Talmud (Avoda Zara 18b) wird dies ausgedrückt.
Erste Gebäude waren in Felsen gehauen, die der hasmonäischen, herodianischen Periode zugeordnet werden konnten. Eine gepflasterte Strasse von 2.20m, Breite, viele Zisternen und unterirdische Vorratsräume zeugen von einer städtischen Siedlung. Zahlreiche Ritualbäder sind Hinweis auf den jüdischen Charakter des Lebens in Zippori.
Eine Zitadelle wurde in der Kreuzfahrerzeit auf den Überresten eines antiken Gebäudes errichtet und diente als kleine Festung oder Wachturm.
An der Ostseite des Hügels wurde aus der römischen Zeit, ein Netzwerk von Strassen gefunden. Spuren in der Pflasterung des Cardo, zeugen von einer intensiven Nutzung der Strasse. An einem Stein war ein siebenarmiger Leuchter eingraviert. Entlang der Strasse wurden Bäder und grosszügige Wohnhäuser mit jüdischen Ritualbädern gefunden.
Im 1. und 2. Jahrhundert wurde ein Aquädukten System erbaut und während der römischen und byzantinischen Zeit bis in die frühe arabische Periode verwendet und wird in der Mischnah (Eruvin 8,7) erwähnt. 2.5 Kilometer südlich des Berges befindet sich eine Quelle namens Ein Zippiri.
Zippori bringt durch seine vielen geschichtlichen Ereignisse ein reiches Vermächtnis aus judäischer, römischer und byzantinischer Zeit zu Tage, die durch Ausgrabungen aufgedeckt werden. Für Freunde der Archäologie ist dies eine Augenweide, denn es vergehen keine 10 Minuten, bis nicht wieder etwas gefunden wird. Es gibt noch viel zu tun….wir graben weiter aus…
Machen Sie mit. Lesen Sie die Ausgrabungsberichte von Qumran (Juli 05). Auch wenn der Grabungsort ein Anderer ist; das Erlebnis ist auch in Zippori da. Stimmen Sie sich ein. Sie werden Ihre Entscheidung, mitgemacht zu haben, niemals bereuen! Wir freuen uns auf Sie! Revision: 16. Januar 2006 - 09:12 - © abenteuer-ausgrabungen.org |
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